Internet of Things, Industrie 4.0 und Digitalisierung

Cisco: Neue Verbindungen für Partner

| Autor: Sylvia Lösel

Auf der Cisco live! in Berlin drehte sich alles um die Digitalisierung.
Auf der Cisco live! in Berlin drehte sich alles um die Digitalisierung. (Bild: Cisco)

Das Internet of Things hat den Sprung vom Schlagwort in die Unternehmens-DNA geschafft. Damit verändert es nicht nur Geschäftsprozesse, sondern stellt Hersteller, Partner und Distributoren vor neue Herausforderungen. Cisco reagiert darauf mit einem Partner-Ökosystem und Lösungen, die individuell zugeschnitten werden können.

Für Erleuchtung sollte Anfang des 19. Jahrhunderts die Umrüstung der Straßenbeleuchtungen auf die Gastechnik sorgen. Und so entstand 1871 das Gaswerk Schöneberg in Berlin, dessen Gasbehälter schnell für den rasant steigenden Bedarf zu klein wurde. Die Anlage florierte, doch irgendwann kam das Aus, und das Gelände versank in einen Dornröschenschlaf.

In einem der dortigen Gebäude hat Cisco sein Innovationslabor OpenBerlin eingerichtet. Dort wird an zukunftsweisenden Projekten gearbeitet. Eines davon umfasst beispielsweise die Gebäudesteuerung. Im historischen Backsteingebäude wurden rund 5.000 Sensoren installiert. Zusammen mit Startups, Herstellern und auch Partnern wird hier täglich an der Zukunft getüftelt. Denn so wie vor fast 200 Jahren die Verwendung von Gas als Leuchtmittel revolutionäre Einschnitte für Menschen und Geschäftswelt mit sich brachte, so gilt das künftig auch für das Internet of Things (IoT), dessen Basis Sensoren bilden.

Digitalisierung gut fürs Netzwerk-Geschäft

Cisco spricht hier gerne von der Digitalisierung. In den historischen Mauern machte Oliver Tuszik, Deutschland-Chef von Cisco, in seiner Eröffnungsrede anlässlich der Cisco live! deutlich, dass die Digitalisierung herkömmliche Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle verdrängt (Hier geht's zum Interview mit Oliver Tuszik). Die Prognose: 2016 wird der IP-Verkehr auf ein Volumen von einem Zettabyte steigen, 2019 werden 3,9 Milliarden Menschen Internetzugang haben, 2020 werden 50 Milliarden Geräte mit dem Internet verbunden sein. Zu diesem Zeitpunkt wird es mehr mobile Geräte als Autos geben.

Aber gleichgültig wie viele Geräte, Sensoren, Apps und Dienstleistungen es 2020 tatsächlich sein werden, für die Netzwerk-Hersteller sind das gute Nachrichten. Denn Digitalisierung bedingt ein ­stabiles und sicheres Netzwerk. Das den Kunden klarzumachen, sei Aufgabe von Cisco und seinen Partnern. Denn, so Tuszik, „der Erfolg von heute ist keine Garantie für künftige Erfolge. 40 Prozent der heutigen Platzhirsche wird es in fünf Jahren nicht mehr geben.“ Gerade deshalb müssten Unternehmen schleunigst anfangen, selbst ihre Zukunft zu gestalten. Denn sonst könne es so gehen wie dem Farmwesen im Verlauf der letzten 100 Jahre. Anfang des 20. Jahrhunderts, so Tuszik, waren 95 Prozent aller Arbeitskräfte in den USA Farmer, heute sind es noch zwei Prozent. Analog dazu appellierte er: „Wir sollten nicht für den Rest unseres Lebens Farmer bleiben.“

Goldmine statt Schwarzes Loch

Für Cisco, seine Partner und Kunden bedeutet dies in aller erster Linie: umdenken. Statt die Digitalisierung als ein schwarzes Loch zu betrachten, sollte man sie als potenzielle Goldmine sehen. Eine Goldmine, bei der sowohl die Geschäftsprozesse, als auch die Wertschöpfungskette neu gedacht werden müssen und deren Rückgrat die Technologie ist. Letztere liefert Cisco: angefangen beim Netzwerk, über Collaboration und Security bis hin zu Apps, Datenanalyse und Cloud. Das Marktvolumen schätzt Cisco allein in Deutschland bis zum Jahr 2024 auf 1,1 Trillionen US-Dollar. „Jedes Unternehmen muss zu einem Technologie-Unternehmen werden, wenn es künftig Erfolg haben will“, so Tuszik. 60 Prozent aller Organisationen zögerten, digitale Produkte einzusetzen, weil sie Sicherheitsbedenken hätten. Deshalb sei Security auch ein wichtiger Fokus für Cisco. Auf der Hausmesse in Berlin wurde zum ­Beispiel die Next Generation Firewall Firepower 4100 vorgestellt. Darin sind die eigenen Technologien mit denen der 2013 übernommenen Firma Sourcefire gebündelt. Für niedrige Latenzzeiten bei hohem Durchsatz soll die 40-Gigabit-Ethernet-Schnittstelle sorgen. Auch Drittanbieter können in bestimmten Fällen ihre Software auf der Appliance ausliefern. Als Zielgruppe macht Cisco dabei mittelgroße bis große Unternehmen aus.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mit welchen Mitteln Cisco Innovationen vorantreibt und welche Rolle die Partner dabei spielen.

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