Xerox soll das Dienstleistungsgeschäft ausgliedern

Branchengerücht: Xerox plant Aufspaltung

| Autor: Klaus Länger

Laut dem Wall Street Journal plant Xerox eine Abspaltung der erst 2010 übernommenen Service-Sparte in eine eigene Firma.
Laut dem Wall Street Journal plant Xerox eine Abspaltung der erst 2010 übernommenen Service-Sparte in eine eigene Firma. (Bild: Xerox)

Laut einem Bericht des Wall Street Journal soll Xerox die Abspaltung des Dienstleistungs-Bereichs in eine eigene Firma planen. Diesen hatte Xerox erst 2010 durch die Übernahme von Affiliated Computer Services (ACS) aufgebaut.

Nach der Aufspaltung von HP könnte es mit Xerox nun das nächste große Traditionsunternehmen in der IT-Branche treffen. Immerhin hat die Firma den ersten Fotokopierer und den ersten Laserdrucker auf den Markt gebracht. Aus dem Xerox-Forschungszentrum PARC stammen Erfindungen wie das Ethernet, die Maus oder die erste grafische Benutzeroberfläche. Heute hat der US-Konzern weltweit mehr als 100.000 Beschäftigte und einen Börsenwert von rund neun Milliarden US-Dollar.

Das Wall Street Journal will Insider-Informationen erhalten haben, nach denen Xerox eine Abtrennung der Dienstleistungssparte in ein eigenständiges Unternehmen plant. Eben diese Sparte hat der Drucker- und Kopierer-Hersteller erst 2010 durch den Kauf des Software- und Dienstleistungs-Anbieters ACS aufgebaut. Für den Kaufpreis von etwa sechs Milliarden US-Dollar musste sich Xerox in erheblichem Umfang verschulden.

Der aus ACS entstandene Services-Bereich übernimmt Back-Office-Aufgaben für Großfirmen und vor allem für die öffentliche Verwaltung. Auch im Verkehrs-Sektor und im Gesundheitsweisen ist Xerox als IT-Dienstleister aktiv. In den vergangenen Jahren hat dieser Bereich das rückläufige Documents-Geschäft mit Kopieren, Druckern, MFPs und den damit verbundenen Diensten beim Umsatz überholt.

Druck vom Großinvestor?

Im November hat der US-Großinvestor Carl Icahn etwa acht Prozent der Xerox-Aktien erworben und ist damit der zweitgrößte Anteilseigner. Der Wert seiner Aktien sowie der Gesamtumsatz sind allerdings seither immer weiter gesunken. Daher könnte der Investor die treibende Kraft hinter der Abspaltung sein. Laut Wall Street Journal beansprucht Icahn drei Sitze im Verwaltungsrat der neuen Dienstleistungs-Firma. Die übriggebliebene Drucker- und Bürotechnik-Firma müsste nach dem Split dann selbst mit sinkenden Umsätzen zurechtkommen.

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