Antivirus für Business

Avast und AVG verschmelzen endgültig

| Autor: Dr. Andreas Bergler

Über 400 Millionen Endpoints speisen das Security-Netzwerk für „Avast Business“.
Über 400 Millionen Endpoints speisen das Security-Netzwerk für „Avast Business“. (Bild: meenkulathiamma - stock.adobe.com)

Mit „Avast Business“ stellt der Security-Anbieter eine Komplett­lösung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) vor. Für den Channel stehen spezielle Managed-Services-Lösungen bereit.

Erstmals bündelt Avast die Security-­Lösungen, die nach der Übernahme von AVG im September 2016 getrennt nebeneinander herliefen, zu einer Business-Suite für KMU. „Avast Business“ umfasst drei erweiterte Lösungen zur Endpoint-Security, die kleine Unternehmen vor digitalen Gefahren schützen sollen. Kevin Chapman, SVP und General Manager SMB bei Avast, bezeichnet die Lösung als den „nächsten Meilenstein des Zusammenschlusses von Avast und AVG“.

Auch technologisch gesehen ist damit laut Hersteller ein großer Wurf gelungen. Denn um die Lösung immer auf dem neuesten Stand zu halten, speisen über 400 Millionen Endpoints ihre Security-Informationen ins Netzwerk des Herstellers ein. Täglich fallen so über 10.000 Dateien an, die Avast auf sicherheitsrelevante Informationen in Echtzeit scannt. Laut Chapman ist es das weltweit größte Security-Netzwerk, das es gibt. Möglich macht dies unter anderem die breite Consumer-Basis, die laut Hersteller rund 250 Millionen Endpoints stellt.

Weil Security, besonders wenn kleine Unternehmen angesprochen werden, möglichst einfach sein muss, beschränkt sich der Hersteller auch in der Namensgebung auf einfache Bezeichnungen. Alle drei ­Varianten heißen „Avast Business Antivirus“, gehen aber, wie Chapman betont, im Funktionsumfang „weit über die reine Virenabwehr-Funktion hinaus“:

  • Die Basis-Version bietet neben den üblichen Security-Features neue Funktionen zu Anti-Spam und Sandboxing, einen URL-Filter (Real Site), einen Schutz für den draht­losen Zugang (WLAN-Inspektor) und die CyberCapture-Technologie, die unter anderem Machine Learning und KI integriert.
  • Die Pro-Version beinhaltet darüber hinaus Schutzfunktionen für Exchange und Sharepoint Server, kommt mit einem Updater für die gängigste Fremdsoftware sowie einem Datenshredder.
  • „Pro Plus“ bietet zusätzlich einen Identitätsschutz für WLAN-Verbindungen und ein Passwort-Management.

Verwaltet werden die drei Business-Lösungen über die „Business Management Console“, die als zentrale Konsole in der Cloud oder On-Premises installiert werden kann.

Ergänzendes zum Thema
 
Remote Management für Service Provider

Seit Anfang September ist darüber hinaus das neue Partnerprogramm aktiv, das als „Avast-Business-Vertriebspartnerprogramm“ die bisherigen Programme von Avast und AVG ersetzt. Es bietet neue Ressourcen, Schulungen und Prämien. Speziell für Managed Service Provider (MSP) gibt es die Plattform „Managed Workplace“, die im Augsust dieses Jahres in der Version 11 erschienen ist (siehe Kasten). Die „Pro-Plus“-Version lässt sich hierin direkt integrieren. Dieselbe Lösung ist auch über das webbasierte Portal „CloudCare“ als Security-Service erhältlich. Dieses soll die Verwaltung mehrerer Netzwerke über eine zentrale Plattform vereinfachen und Sicherheitsdienste auf Abonnementbasis bieten.

Das neu aufgesetzte Partnerportal kombiniert die bisherigen Portale und soll Partnern nun einen einfachen Zugang zu den Produkten ermöglichen. Integriert sind hier Möglichkeiten zur Abrechnung und Bezahlung sowie der Zugriff auf Sales, Marketing, Schulungen und Support.

Die Erweiterung der Management-Konsolen spiegelt sich auch in den Zertifizierungen des Partnerprogramms wider, in das eine eigene Spezialisierung für MSP aufgenommen wurde. Entsprechend ersetzt auch hier das Business-Zertifizierungsprogramm für Partner die bestehenden Zertifizierungen von Avast und AVG. Partner der beiden Hersteller, die bereits ein Zertifikat haben, werden automatisch ins neue Programm übertragen und haben ein Jahr lang Zeit, um sich erneut zu zertifizieren.

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