Sandisk Extreme 900 und Extreme 510

Angetestet: Externe SSDs für besondere Anforderungen

| Autor: Klaus Länger

Im Hands-on-Test: Die externen SSDs Sandisk Extreme 900 (unten) und Extreme 510 (oben).
Im Hands-on-Test: Die externen SSDs Sandisk Extreme 900 (unten) und Extreme 510 (oben). (Bild: Vogel IT-Medien)

In unserem Hand-On-Test nehmen wir zwei externe SSDs von Sandisk unter die Lupe: Die Extreme 900 soll an der USB-C-Schnittstelle durch Spitzenleistungen glänzen, die Extreme 510 besonders robust sein.

Wer einen externen Datenspeicher für den Mobilen Einsatz sucht, also nicht als möglichst großes Backup-Laufwerk, der sollte auf jeden Fall den Kauf einer SSD in Betracht ziehen. Externe SSDs sind nicht nur schneller und meist auch kompakter als HDDs, sondern auch unempfindlicher. Schließlich stecken hier keine mechanischen Komponenten im Gehäuse, sondern nur eine Platine mit Chips.

Für einen Hand-on-Test hat uns Sandisk gleich zwei externe SSDs zur Verfügung gestellt: Eine Extreme 900 und eine Extreme 510. Beide Testgeräte bieten eine Kapazität von 480 GB. Und kosten im Handel etwa 300 Euro beziehungsweise 240 Euro. Allerdings gibt es die Extreme 900 auch noch mit 960 GB und sogar 1,92 TB. Hier muss man dann 500 beziehungsweise 800 Euro investieren.

Sandisk Extreme 900: Superschnell mit USB 3.1 Gen 2

Die Sandisk Extreme 900 ist eine der ersten SSDs mit USB-3.1-Gen-2-Schnittstelle. Damit wäre theoretisch ein Datentransfer mit 10 GBit/s möglich. Sandisk gibt für die SSD eine Lese- und Schreibgeschwindigkeit von bis zu 850 MB/s an. Das schaffte unser Testgerät nicht, ist aber trotzdem immer noch rasend schnell. Im Benchmark AS SSD konnten wir eine sequenzielle Leserate von 703,29 MB/s messen, die Schreibrate war mit 698,36 MB/s etwas niedriger. Im Benchmark HD-Tune kommt die SSD auf eine durchschnittliche Lese-Performance von 625 MB/s. Die Messungen haben wir an einem Toshiba Satellite Radius 12 vorgenommen.

Bei USB 3.0 limitiert der USB-Controller die Leistung der Extreme 900: Wir messen 411,56 MB/s beim Lesen und 408,65 MB/s als sequenzielle Schreib-Performance. Für Rechner ohne USB-Typ-C liegt der SSD noch ein zweites Kabel mit dem noch üblichen Typ-A-Stecker bei.

Eine USB-Typ-C-Buchse im Rechner garantiert keineswegs den 10-GBit/s-Datentransfer. Denn den gibt es nur mit einem zusätzlichen USB-Controller, der USB 3.1 Gen 2 beherrscht, oder mit Thunderbolt 3. So unterstützen etwa alle MacBooks von Apple mit Typ-C-Schnittstelle nur USB 3.1 Gen 1. Und hier ist die Performance auf die 5 GBit/s von USB 3.0 beschränkt.

Die hohe Leistung an der USB-3.1Gen2-Schnittstelle erreicht die Sandisk-SSD mit einem Trick, der allerdings auch für die relativ großen Abmessungen des stabilen Metallgehäuses verantwortlich ist. Denn in seinem Innern stecken gleich zwei mSATA-SSDs, die im RAID0-Modus laufen und so beim sequenziellen Zugriff wie dem Transfer großer Daten für eine sehr hohe Performance sorgen. Allerdings muss der USB-Port am Rechner für die Versorgung der Extreme 900 zehn Watt bei zwei Ampère Stromstärke liefern. Das ist bei praktisch allen Notebooks, Macbooks oder Windows-Tablets der Fall.

Auf der SSD findet sich mit Sandisk Secure Access eine Software für Windows ab Vista und Mac OS X ab der Version 10.6, mit der man ein passwortgeschütztes Verzeichnis für sensible Daten auf der SSD einrichten kann. Die Daten werden mit einem 128-Bit-AES-Verfahren verschlüsselt. Die Software ist auch auf der Extreme 510 zu finden.

Sandisk Extreme 510: Die Outdoor-SSD

Unser zweites Testgerät aus Sandisks Extreme-Familie ist das 510. Diese externe 480-GB-SSD ist viel kompakter, dafür aber auch langsamer. Lahm ist die Extreme 510 aber keineswegs: Wir messen 411,56 MB/s beim Lesen und 408,65 MB/s als sequenzielle Schreib-Performance. Im HD-Tune erreicht die SSD 394 MB/s.

Die Extreme 510 steckt in einem robusten, gummierten Gehäuse und kann mit einem Metall-Clip an einer Tasche befestigt werden. Ist das USB-3.0-Kabel vom Gerät abgezogen und der Anschluss mit der Gummi-Abdeckung verschlossen, dann ist die SSD vor Regen, Spritzwasser, auslaufenden Flüssigkeiten und Staub geschützt. Sie erfüllt die Vorgaben der IP-55-Schutzklasse. Laut Sandisk hält die Extreme 510 zudem Stürzen aus einer Höhe von 1,8 Metern problemlos stand. In unserem Test ließ sich das Gerät jedenfalls weder durch einen Wurf quer durch das Büro, noch durch einen Ausflug unter den Wasserhahn beeindrucken.

Fazit: Externe SSDs für besondere Anforderungen

Es gibt günstigere externe SSDs mit 500 GB Kapazität auf dem Markt, als die Extreme 900 und die Extreme 510 von Sandisk. Allerdings ist die Extreme 900 die derzeit mit Abstand schnellste portable SSD auf dem Markt und die Einzige, die das Potenzial einer USB-3.1-Gen-2-Schnittstelle voll ausnutzen kann. Die Extreme 510 hebt sich durch ihre robuste Bauform ab. Geschützt gegen Beschädigungen durch Staub, Wasser und Stürze ist sie für den Outdoor-Einsatz sehr gut geeignet.

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