Der deutsche Markt unter der Lupe

Anbieter können aufatmen: Krise bei Software-Ausgaben ist vorbei

17.01.2011 | Autor / Redakteur: Joachim Benner / Katrin Hofmann

Joachim Benner, Research Analyst bei IDC in Frankfurt

IDC rechnet mit einem jährlichen Wachstum der Software-Ausgaben von durchschnittlich 4,4 Prozent bis zum Jahr 2014. Dafür gibt es zahlreiche Gründe, unter anderem die Nachfrage nach IT-Security-Lösungen, Virtualisierungs-Pläne oder Bestrebungen, die Geschäftsprozesse zu automatisieren.

Der Software-Markt kam in Deutschland im Vergleich zu den anderen Segmenten des IT-Marktes noch verhältnismäßig gut durch die Krise. Mit einem Einbruch im Jahr 2009 um 0,2 Prozent kann man den Rückgang als moderat bezeichnet. Im vergangenen Jahr wurden die Software-Ausgaben wieder ausgeweitet, viele Unternehmen haben etwa in Projekte zur Steigerung des Service-Levels und der Qualität der IT investiert. Vor allem aber lag das Augenmerk der Unternehmen hierzulande auf der Absicherung der eigenen Unternehmensdaten, folglich wurde kräftig in IT-Security-Lösungen investiert.

Wir rechnen mit einem Anstieg der Ausgaben für Software im Zeitraum zwischen 2009 und 2014 von jahresdurchschnittlich 4,4 Prozent. Rund ein Viertel der Investitionen in Software werden im Bereich der System-Infrastruktursoftware getätigt. Trotz der Krise konnte dieser Bereich im vergangenen Jahr noch leicht zulegen. Ein Grund hierfür liegt – wie bereits erwähnt – in der Nachfrage nach für IT-Security-Lösungen, was auch in den kommenden Jahren dem Markt einen Schub geben wird.

Schub durch Windows 7

Ein weiterer positiver Effekt, den wir beobachten, kommt von der Einführung von Windows 7. Viele Unternehmen sind zwischenzeitlich auf das neue Betriebssystem umgestiegen. Hierbei handelt es sich primär um Firmen, die zuvor nicht auf Windows Vista gewechselt hatten. Wir erwarten, dass der Markt für Systeminfrastruktur in den kommenden Jahren deutlich expandieren wird, konkret prognostizieren wir ein jahresdurchschnittliches Wachstum von 5,5 Prozent.

Vor allem das Thema Virtualisierung, und zwar nicht nur auf Seiten der Server, sondern auch im Bereich Storage und Desktops, steht weit oben auf der Agenda der CIOs. Dies führt zu einer verstärkten Nachfrage nach Virtualisierungs-Software, die der Markt bedienen muss und die ihm zusätzliche Wachstumspotenziale beschert. Auch die Nachfrage nach Storage-Software wird in den nächsten Jahren steigen, da die effiziente Verwaltung von immer größeren Datenmengen immer wichtiger wird.

Das größte Teilsegment des Software-Marktes sind die Applikationen, auf die knapp die Hälfte der Ausgaben entfallen. Viele Unternehmen hatten 2009 ihre Ausgaben für Applikationen kräftig gekürzt. So wurden Release-Wechsel aufgeschoben oder „nice to have“- Investitionen komplett gestrichen. Im Zuge dieser Entwicklung gingen vor allem die Ausgaben für ERM (Enterprise Resource Management)-Anwendungen und Engineering-Lösungen, wie etwa CAD-Applikationen, zurück. Hinzu kam, dass auch auf Seite der privaten Konsumenten weniger Geld für Software ausgegeben hat, was der Markt ebenfalls schmerzlich zu spüren bekam.

Welche weiteren Software-Segmente ebenfalls Wachstum versprechen, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

Inhalt des Artikels:

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  • Seite 2: CRM im Fokus

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