Torben Lehmeke im Interview

Also mahnt Cloud-Nachzügler zur Eile

| Autor: Michael Hase

Torben Lehmeke, BU-Leiter Consumptional Business bei Also Deutschland, weist Partner darauf hin, dass sich viele Endkunden bereits in der digitalen Transformation befinden.
Torben Lehmeke, BU-Leiter Consumptional Business bei Also Deutschland, weist Partner darauf hin, dass sich viele Endkunden bereits in der digitalen Transformation befinden. (Bild: Also)

Das As-a-Service-Modell ist den Kinderschuhen entwachsen und nicht mehr aufzuhalten, ist Torben Lehmeke, BU-Leiter bei Also, überzeugt. Wer noch kein Geschäft mit Cloud-Diensten mache, müsse sich beeilen.

ITB: Wie wichtig ist die Cloud-Plattform heute für das Geschäft von Also?

Lehmeke: Der Also Cloud Marketplace spielt für uns heute eine zentrale Rolle: Er ist die Plattform für das Geschäftsmodell der Zukunft. Hier werden alle denkbaren As-a-Service-Lösungen zentral abgebildet. Große Hersteller richten ihren Fokus immer stärker auf dieses Geschäft, und wir als Enabler unserer Reseller stellen die solide Plattform zur Verfügung.

ITB: Welche wesentlichen Erkenntnisse über das Cloud-Geschäft haben Sie aus dem Betrieb der Plattform bislang gewonnen?

Lehmeke: Entgegen der bis vor Kurzem vorherrschenden Meinung, das Cloud-Geschäft befinde sich noch in den Kinderschuhen, ist heute die Akzeptanz des Themas sehr groß. Auf unserem Cloud-Marktplatz befinden sich vornehmlich Partner, die das Consumptional Business für sich als Säule ihres Geschäfts erkannt haben und die uns als starken Partner mit der besten Plattform im Markt wahrnehmen. Es ist heute keine Frage mehr, ob man sich mit Cloud befasst oder nicht. Bei Resellern, die ihr Geschäft noch nicht mit Cloud-Angeboten angereichert haben, ist Eile geboten. Sie müssen ihre Fachkompetenz dahingehend ausbauen und ihr Geschäftsmodell transformieren. Denn die Entwicklung zum Consumptional Business ist unaufhaltsam. Wer stur am traditionellen Hardware-, Software- und Service-Geschäft festhält, dem droht die allmähliche Abwanderung von Endkunden, die sich längst in der digitalen Transformation befinden.

ITB: Wie lautet das Feedback, das Sie aus dem Channel zum Cloud-Marktplatz erhalten?

Lehmeke: Sowohl ISV-Partner als auch Reseller nehmen den Also Cloud Marketplace positiv wahr. Zwei Services sind für sie besonders wichtig. Zum einem das Whitelabeling, mit dem wir dem Partner einen Cloud-Marktplatz mit seinem Corporate Design und seiner Domain zur Verfügung stellen. Zum anderen der Private Catalogue, über den er seine eigenen Cloud-Services, aber auch Cloud-unabhängige Dienstleistungen, beispielsweise die Administration von Servern, anbieten kann. Immer mehr Partner nehmen auch die Anbindung unserer Plattform an ihr ERP-System und die automatisierte Abrechnung der monatlichen Services als Value Add wahr. Dabei sind diese Services für unsere Reseller-Partner kostenfrei, und das erntet viel Lob.

ITB: Welche Art von Unterstützung benötigen Partner darüber hinaus im Cloud-Geschäft?

Lehmeke: Schulungen und Trainings sind ein Schlüsselthema, wenn es darum geht, auch die Reseller abzuholen, die sich noch nicht im Detail mit dem Cloud-Modell beschäftigt haben. Daher veranstalten wir viele Webinare und Vor-Ort-Trainings – auch zu Herstellerthemen wie beispielsweise Microsoft Azure. Zusätzlich werden wir in Kürze erneut ein mehrtägiges Seminar anbieten, in dem sich Geschäftsführer, losgelöst von einzelnen Herstellern, mit der Transformation von Geschäftsmodellen beschäftigen. Wir sehen uns daher schon lange nicht mehr als Anbieter von Herstellerlizenzen, sondern als Trusted Advisor der Reseller.

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